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Annemarie Lennartz geb. Krautwald

geboren am 15. Dezember 1934 in Mechernich
gestorben am 21. Januar 2017 in Gemünd

Kerzen

Kerze

Marc Lennartz
entzündete diese Kerze am 21. Dezember 2018 um 10.33 Uhr

Liebe Mama!
In ewiger Liebe, Erinnerung & Lebendigkeit.
Marc

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Marc Lennartz
schrieb am 12. Februar 2017 um 14.25 Uhr

Annemarie Lennartz geb. Krautwald
* 15. Dezember 1934 – + 21. Januar 2017

Unsere liebe Mutter, Annemarie Lennartz, wurde am 15. Dezember 1934 als erstes Kind des Architekten Ernst Krautwald und seiner Ehefrau Franziska in Mechernich geboren.

Waren die ersten Lebensjahre noch recht unbeschwert, so stiegen in den zunehmend dunklen Zeiten des Krieges vermehrt Sorgen, Ängste und Nöte auf. Der Vater als Soldat ohne Nachricht in Norwegen, die Mutter alleine mit drei kleinen Kindern in Schleiden, wo am Kriegsende das Elternhaus vollständig zerbombt wurde. Diese frühkindlichen Erfahrungen sollten Ihr Leben eingehend prägen, ebenso wie der frühe Unfalltot des Vaters Anfang der 1950er Jahre.

Am Städtischen Gymnasium Schleiden lernte Mama dann Ihren zukünftigen Ehemann, Albert Lennartz aus Kall, kennen und lieben. Nach dem Abitur 1953 absolvierte Sie in Aachen erfolgreich Ihr Lehramtsstudium, heiratete 1959, und schenkte innerhalb von fünf Jahren vier Kindern das Leben. Ihre Liebe galt ohne Einschränkung ganz der Familie, für die Sie zu aller Zeit da war und dafür sorgte, dass die Kinder gut behütet und wohl erzogen aufwachsen konnten. Diese herzliche Fürsorge und Zuwendung ließ Sie später auch Ihren vier Enkelkindern angedeihen.

In den Jahrzehnten als Lehrerin unterrichtete Sie fächerübergreifend mit Herzblut, Engagement und Disziplin in den Dorfschulen von Hergarten, Keldenich, Sötenich, und zum Abschluß, bis zu Ihrer Pensionierung 1997, 20 Jahre in Ihrem Heimatort an der Grundschule Kall.

Schon immer galt Ihre große Liebe und Leidenschaft der Musik, wobei Mama sich vor allem für die geistliche Musik begeisterte, ebenso wie für die Oper, die Sie regelmäßig besuchte, wie auch für die klassische Choralmusik, etwa von Johann Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händel.

Als Mitglied im Cäcilien Kirchenchor Kall, dem Sie seit 1967 bis zuletzt 50 Jahre angehörte, verlieh Sie dieser Liebe zur Musik ebenso fortwährenden Ausdruck, wie auch als Musiklehrerin im Beruf, oder als häusliche Musikerin & Sängerin. So sang Sie gerne beim mittäglichen Kochen die ein oder andere Arie, oder spielte am Abend Gitarre im Kreise der Familie. Die Musik war für Mama Seelennahrung und Inspiration zugleich.

Darüber hinaus leistete Annemarie Lennartz durch Ihr Wirken als Lehrerin ein Stück weit Pionierarbeit für die Emanzipation der Frauen. Insbesondere in der Eifel, als Sie in den sechziger Jahren zu den wenigen Damen zählte, die bereits mit aller Selbstverständlichkeit Ihr eigenes Berufsleben bewusst aufbauten und entwickelten. Diese anfangs hinter vorgehaltener Hand oft kritisch kommentierte Haltung sollte sich später in offenkundige Zustimmung und Bewunderung für Ihren mutigen Weg wandeln. Ihre Unabhängig- und Eigenständigkeit waren Ihr stets wichtig, nicht zuletzt im Kontext einer freien Meinungs- und Willensbildung, sowie in der Entfaltung einer eigenen Persönlichkeit als Frau in einer von Männern dominierten Welt.

Ein weiteres, von Ihr mit Empathie und mit großem Interesse verfolgtes Themenspektrum galt der Religionslehre und der Bibelkunde, bis hin zur Psychologie des Menschen und der Philosophie. Sie studierte eingehend die Fachliteratur von Uta Ranke-Heinemann bis Karl Rahner, von Hans Küng bis hin zu Eugen Drewermann und Anselm Grün, und brachte sich rege ein in den Bibelkreis der Gemeinde. Die Lehren biblischer Exegese, über den Humanismus bis hin zu Fragestellungen der Glaubenstheorie und der Ökumene, bis hin zur katholischen Soziallehre, haben Mama sehr beschäftigt und in Ihren Bann gezogen.

Des Weiteren verfügte Sie natürlicherweise über einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Ob in frühen Jahren als Sportlehrerin, oder beim späteren Frauenturnen, wie auch beim Wandern in der Eifel oder den Alpen, ob beim Schwimmen in der Nordsee oder auf ausgedehnten Radtouren mit Ihrem Ehemann, wie auch bei der regelmäßigen Arbeit im großen Garten – die körperliche Ertüchtigung war Mama ebenso wichtig wie die geistige.

Annemarie Lennartz war eine hochsensible Frau der feinen Töne, Grobheiten vermochte Sie nur schwer zu ertragen. Die letzten drei Jahre bescherten Ihr einen Weg in den Nebel des Lebens, der sich zunehmend verdichtete. Diese Zeit erforderte ein aufmerksames Hinhören und sanftmütiges Hineinspüren, um Sie weiterhin erreichen zu können und mit Ihr in Kontakt zu bleiben.
In dieser finalen Phase Ihres irdischen Daseins hat Sie uns an die feinen Zwischentöne und Schwingungen in unser aller Leben erinnert.

Getreu Ihrem Wesen hat Mama sich in kleinen Schritten von Ihren Lieben in dieser Welt verabschiedet. Sie ging von uns, wie Sie lebte, nicht mit lautem Getöse, sondern auf leisen Sohlen.

Annemarie Lennartz hatte keine Angst vor dem Tod. Sie hat fest an ein Weiterleben der Seele und des Geistes in anderen, nicht physischen Sphären, den manche Himmel heißen, geglaubt.

Und so ruft Sie uns nun zu, durch einen feinen Schleier, der sich jenseits der Angst frei entfalten darf, und spendet uns trauernden Hinterbliebenen Ihren ureigenen, frohgemuten Gesang ...
den Gesang vom Leben, von Hoffnung und von Trost ...
…und von ewiger Liebe und Verbundenheit.

Danke Mama.

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Termine

Der letzte Termin

Urnenbeisetzung, Friedhof Kall

Samstag, 11. Februar 2017 11.00 Uhr